Wie kann ich meine Freiheit stärken?

25 Jun

Diese mail von Andreas Straubinger habe ich gerade erhalten und möchte sie euch nicht vorenthalten:

Liebe Leserin, lieber Leser

es scheint mir nicht ausgemacht, ob die Plutokratie der
Wenigen oder ob der Freiheitswille der Vielen die
prägende Heimat unserer Kinder sein wird.

Was ist mein Part angesichts der aktuell zunehmenden
Faschismustendenzen wie auch Freiheitsbestrebungen?

 Wie schwäche ich die Freiheit?

Angst
produziert Duckmäuser und Mitläufer.
→ DIE Basis aller Unrechtsstrukturen.

Verachtung
trennt voneinander.
Was ich im Anderen sehe, dies stärke ich.

Frustration
ist ein Resultat des Plutokratie-Systems.
Schaffe ich es, trotz des unmenschlichen Systems
Mensch zu bleiben?

Gier
versucht kompensatorisch, die innere Leere zu füllen.

Selbstverherrlichung
als Folge und Ziel des Konkurrenzsystems.

„die sogenannte „wirkliche Welt“ (…) des Geldes und der
Macht läuft wie geschmiert dank dem Öl aus Angst,
Verachtung, Frustration, Gier und Selbstverherrlichung.“

 Wie stärke ich die Freiheit?


„es gibt natürlich verschiedene Formen der Freiheit, und
die kostbarste wird in der großen weiten Welt des Siegens,
Leistens und Blendens selten erwähnt. Die wirkliche Freiheit
erfordert Aufmerksamkeit, und Offenheit und Disziplin und
Mühe und die Empathie, andere Menschen wirklich ernst zu
nehmen und Opfer für sie zu bringen, wieder und wieder, auf
unendlich verschiedenen Weisen, völlig unsexy, Tag für Tag.
Das ist wahre Freiheit.“

Aufmerksamkeit
Stolper ich aus meinen Routinen und empfinde das Stimmende?
Nehme ich die Situation wahr? Und meine Aufgabe in ihr?

Offenheit
Wie gehe ich mit Informationen um, die mein gewohntes
Weltbild in Frage stellen?
Wie mit meiner inneren Stimme, wenn sie etwas
Ungewohntes „empfiehlt“?

Disziplin
Wie oft setze ich das als richtig Erkannte um? Eine Hilfe hierzu
ist das Handbuch des Krieger des Lichts von Paolo Coelho.

Mühe
Qualität erfordert Arbeit. Der Lohn dafür ist, wenn nach einiger
Zeit eine gewisse Eigendynamik entsteht 🙂

Andere wirklich ernst nehmen
Machen wir uns diese Mühe bei Entscheidungsprozessen?
In Konfliktsituationen?

Opfer für sie bringen
Mein Beispiel: Ich bin PAG-Trainer und habe öfters die
Dankbarkeit erlebt, dass wir Trainer diese Mühe auf uns nehmen,
am Wochenende einen Gefängnis- oder Zivilkurse anzubieten. In
diesen Kursen wird ein Raum hergestellt, indem es möglich wird,
Erfahrungen zu sammeln, zu reflektieren und Alternativen zur Gewalt
auszuprobieren. Ich habe schon öfters die Rückmeldung erhalten,
wie dadurch eine zunehmende Freiheit von Automatismen entstand.

Obige Zitate sind aus David Foster Wallace`Buch “Das hier ist Wasser“.

Viele Grüße
Andreas

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