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Werbung manipuliert

16 Aug

Im Zusammenhang mit meiner Arbeit als Werbedesigner bin ich beim Amt für Werbefreiheit auf ein paar Anregungen gekommen, die mich sehr bewegt haben:


Werbefreiheit

Werbung ist ein etabliertes Mittel, um in der Marktwirtschaft auf Produkte aufmerksam zu machen. Doch sie hat insbesondere im öffentlichen Raum eine Qualität und ein Ausmaß erreicht, das aus mehreren Gründen problematisch ist:

Werbung manipuliert

In den Worten des ehemaligen Marketing-Direktors von Coca-Cola: “The goal of advertising is to sell more stuff to more people more often for more money”.Zu diesem Zweck hat die Werbebranche in Jahrzehnten psychologischer Forschung die Mechanismen ausfindig gemacht, mit denen beim Menschen das Verlangen nach bestimmten Produkten entfacht werden kann. Indem Werbung indirekt soziale Leitbilder vermittelt (kulturelle Werte, Schönheitsideale, Lifestyle), hat sie für die Gesellschaft eine große Bedeutung. Darüber hinaus verbreiten Werbemaßnahmen den „Konsum als Lebensstil“, nach dem die Anhäufung von Besitz an sich schon als erstrebenswert gilt. So werden die Bürger*innen dem Druck ausgesetzt, ständig weiter zu konsumieren. Immer mehr Konsum wird nötig, um die gesellschaftliche Position aufrecht zu erhalten. Eine weitere Nebenwirkung: Werbebotschaften arbeiten mit stereotypen, rassistischen und sexistischen Bildern, die auf diesem Weg ständig Eingang in unseren Alltag finden.

Werbung stresst

In einer bereits durch Verkehr und Arbeitsrhythmen hektischen Lebenswelt sind die Menschen noch zusätzlich ständigen visuellen und auditiven Reizen ausgesetzt mit der Aufforderung, sich für dieses oder jenes Produkt zu entscheiden. Diese ständigen Kaufaufforderungen führen zu vermehrtem Stress.

Konsumanreize mit schädlichen Folgen

Durch einen höheren Konsum von Gütern und Dienstleistungen führt Werbung indirekt zu einem gesteigerten Ressourcenverbrauch. Das heißt, Werbung fördert ein ressourcenbasiertes Wachstumsmodell, das einer nachhaltigen Entwicklung entgegensteht.

Öffentlicher Raum

Außenwerbung prägt in seiner universellen Verbreitung derzeit vielerorts das Stadtbild. Die massive Präsenz von Außenwerbung wirft die Frage auf, durch wen und auf welche Art der öffentliche Raum gestaltet werden sollte. Als Ort des gesellschaftlichen Lebens hat der öffentliche Raum eine soziale Funktion. Er ist der Raum, in dem sich die Menschen fortbewegen und sich begegnen. Durch die Dominanz von Außenwerbung ist dieser “Ort der Bürger*innen” mit kommerziellen Botschaften belegt und dadurch zu einem Ort des Konsums geworden, an dem die Menschen keine Möglichkeit haben, sich den Botschaften der Werbeindustrie zu entziehen.


Und da man aufgrund Werbung meistens Dinge kauft, die man nicht wirklich braucht, kaufe ich strikt nach meinem Einkaufszettel ein und achte auf die Herkunft der Produkte.

„Denke global, handele regional“

Nachrichten zum Hinschauen ohne ohn-mächtig zu werden

16 Aug

Immer zur besten Tageszeit wo der der Mensch am aufnahmefähigsten und emotional steuerbar ist (20:00h bis 20:15h) kommen die Nachrichten (InFormationen werden nach-gerichtet bzw. danach soll man sich richten).
Hier wird gezeigt wie schrecklich die „Welt“ ist, danach kommen Sport und Wetter und der Moderator wünscht einem einen schönen Abend und eine gute Nacht. Wie die Nacht aussieht kann man sich ja vorstellen.
Zum Glück gibt es das Internet und die Möglichkeit die Quellen selbst zu wählen.
Über die Jahre kam ich zu dem Entschluss aus Zeit & Nervenmangel diese Sendung zu meiner monatlichen Tagesschau zu wählen:

http://bewusst.tv/tag/tagesenergie/

https://www.youtube.com/user/SatChitAnandaEV/videos

Hier gibt es immer die neuste Ausgabe dieser „Presseschau“, welche mir als „Spiegel der Welt“ genügt. So kann ich meine Energien mehr auf die konstruktiven Dinge im Leben verwenden, bleibe aber dennoch am Zeitgeist dran.

Die Aufzucht des orientierungslosen Weisungsempfängers

16 Aug

Grundsatzphilosophische „Re-education“ mal natürlich

▶ Die Geschichte deiner Versklavung

16 Aug

Ein VideoKlassiker, der „neues“ Denken anregt

Wie kann ich meine Freiheit stärken?

25 Jun

Diese mail von Andreas Straubinger habe ich gerade erhalten und möchte sie euch nicht vorenthalten:

Liebe Leserin, lieber Leser

es scheint mir nicht ausgemacht, ob die Plutokratie der
Wenigen oder ob der Freiheitswille der Vielen die
prägende Heimat unserer Kinder sein wird.

Was ist mein Part angesichts der aktuell zunehmenden
Faschismustendenzen wie auch Freiheitsbestrebungen?

 Wie schwäche ich die Freiheit?

Angst
produziert Duckmäuser und Mitläufer.
→ DIE Basis aller Unrechtsstrukturen.

Verachtung
trennt voneinander.
Was ich im Anderen sehe, dies stärke ich.

Frustration
ist ein Resultat des Plutokratie-Systems.
Schaffe ich es, trotz des unmenschlichen Systems
Mensch zu bleiben?

Gier
versucht kompensatorisch, die innere Leere zu füllen.

Selbstverherrlichung
als Folge und Ziel des Konkurrenzsystems.

„die sogenannte „wirkliche Welt“ (…) des Geldes und der
Macht läuft wie geschmiert dank dem Öl aus Angst,
Verachtung, Frustration, Gier und Selbstverherrlichung.“

 Wie stärke ich die Freiheit?


„es gibt natürlich verschiedene Formen der Freiheit, und
die kostbarste wird in der großen weiten Welt des Siegens,
Leistens und Blendens selten erwähnt. Die wirkliche Freiheit
erfordert Aufmerksamkeit, und Offenheit und Disziplin und
Mühe und die Empathie, andere Menschen wirklich ernst zu
nehmen und Opfer für sie zu bringen, wieder und wieder, auf
unendlich verschiedenen Weisen, völlig unsexy, Tag für Tag.
Das ist wahre Freiheit.“

Aufmerksamkeit
Stolper ich aus meinen Routinen und empfinde das Stimmende?
Nehme ich die Situation wahr? Und meine Aufgabe in ihr?

Offenheit
Wie gehe ich mit Informationen um, die mein gewohntes
Weltbild in Frage stellen?
Wie mit meiner inneren Stimme, wenn sie etwas
Ungewohntes „empfiehlt“?

Disziplin
Wie oft setze ich das als richtig Erkannte um? Eine Hilfe hierzu
ist das Handbuch des Krieger des Lichts von Paolo Coelho.

Mühe
Qualität erfordert Arbeit. Der Lohn dafür ist, wenn nach einiger
Zeit eine gewisse Eigendynamik entsteht 🙂

Andere wirklich ernst nehmen
Machen wir uns diese Mühe bei Entscheidungsprozessen?
In Konfliktsituationen?

Opfer für sie bringen
Mein Beispiel: Ich bin PAG-Trainer und habe öfters die
Dankbarkeit erlebt, dass wir Trainer diese Mühe auf uns nehmen,
am Wochenende einen Gefängnis- oder Zivilkurse anzubieten. In
diesen Kursen wird ein Raum hergestellt, indem es möglich wird,
Erfahrungen zu sammeln, zu reflektieren und Alternativen zur Gewalt
auszuprobieren. Ich habe schon öfters die Rückmeldung erhalten,
wie dadurch eine zunehmende Freiheit von Automatismen entstand.

Obige Zitate sind aus David Foster Wallace`Buch “Das hier ist Wasser“.

Viele Grüße
Andreas